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1901-1934 Pastor Heinrich Pegler




 

Postkarte um 1905 "Rasthof zum Jägerschlößchen" um die Jahrhundertwende - Heute: Wohnhaus und Backwarenverkauf




 

1901 schied der Kirchenvorsteher Albrecht aus dem Amt, sein Nachfolger wurde der Tagelöhner Mindemann.

Der Kirchhof wurde 1908 für weitere Beerdigungen zu klein. Man erweiterte ihn um 90 Gräber, die an den Küsteracker anschlossen. Anlässlich der Beerdigung des Tagelöhners Röda aus Dammerstorf wurde dieser neue Teil geweiht. Der alte Kirchhof war, abgesehen von einigen besonderen Fällen, für Beerdigungen geschlossen.

1910 zog der Kirchenjurat (Kirchenvorsteher) Krüger, der das Amt seit 1905 innehatte, von Kölzow nach Fahrenhaupt. An seine Stelle traten die Tagelöhner Giatz und Karl Nowosadko. Doch schon nach zwei Jahren zog Krüger nach Stubbendorf und übernahm für den ausscheidenden Arbeiter Nowosadko wieder das Amt als Kirchenjurat bis 1929, als er aus Altersgründen ausschied. Mit ihm hörte das Amt des Kirchenjurats auf.

1917 mußten die große Glocke und Orgelprospektpfeifen zu Kriegszwecken abgeliefert werden.




 

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Gedenktafel der Toten im Ersten Weltkrieg.

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1917 mußten die große Glocke und Orgelprospektpfeifen zu Kriegszwecken abgeliefert werden.

1919 wurde von der Familie von Prollius zu Kölzow eine Grabkapelle erbaut. Sie befindet sich an der Ostseite hinter der Kirche und trägt das Wappen der Herrscherlinie. Ein paar Meter daneben steht eine zweite Kapelle des 1878 verstorbenen Gutsbesitzers aus Brunstorf Ferdinand Theodor Lange.




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1920 waren folgende Mitglieder im Kirchgemeinde - Rat (KGR): Rittergutsbesitzer Melms aus Wöpkendorf, Rittergutsbesitzer Jesse aus Ehmkendorf, Tony von Prollius aus Stubbendorf, Lehrer Knak aus Kölzow, Lehrer Kuntze aus Dammerstorf, Schmiedemeister Ahrens aus Dettmannsdorf-Kölzow, Stellmacher Mündt aus Wöpkendorf und Arbeiter Karl Niemann aus Dettmannsdorf. Ersatzmänner waren: Jäger Stockfisch aus Kölzow, Gärtner Haase aus Dettmannsdorf-Kölzow, Arbeiter Hamann und Jürhs aus Dettmannsdorf, Stellmacher Dau aus Dammerstorf, Gärtner Dammann aus Ehmkendorf, Arbeiter Joachim Krüger aus Stubbendorf, Arbeiter Karl Kaczkowski aus Kölzow und Arbeiter Ruhs aus Wöpkendorf. Vorsitzender: Pastor Pegler und als Vertreter des Patronats der Rittergutsbesitzer Schwing aus Dettmannsdorf.

1923
Nach dem die Patrone und eimgepfarrten Gutsherrschaften bereit waren, das notwendige Geld für neue Glocken zu spenden, trat Schmiedemeister Ahrens mit der Firma Ullrich & Weule aus Bockenem im Harz in Verbindung. Sie nahmen die kleine Bronzeglocke in Zahlung und gossen drei neue Gußstahiglocken, die am 28.10.1923 geweiht wurden.

Die A-Glocke trägt die Inschrift: „Geopfert für Vaterland und Wehr 1917“;
die CIS-Glocke: „Die Lebenden rufe ich, die Toten beklage ich“;
die E-Glocke: „In tiefer Not“.

Auf der Rechnung vom 22.08.1923 (Höchststand der Inflation) steht:
»Sie empfingen auf ihre Rechnung und Gefahr durch die Bahn nach Station Dettmannsdorf-Kölzow 3 Glocken, 3 Joche, 3 Klöppel, 3 Schwengel und 6 Rollenlager, zusammen 1440 kg (pro kg 12.000 Mark). Inschriften: 118 Buchstaben ä 300 Mark; Teuerungszuschlag in Folge der Lohn-, Koks- und Materialpreise: 297.695 Mark an Lohn, 894.800 Mark an Koks, 116.036.000 Mark an Material.Dazu kommen Lohnaufschiag für die Inschriften, Anfuhr zur Bahn und Verladung, sowie der Glockenhaken. Alles zusammen 1.658.159.200 Mark. Sollte die Zahlung nicht bis zum 30. des Monats auf dem Konto sein, werden die nicht unerheblichen Bankspesen dem Kirchenkonto angelastet. Sämtliches Verpackungsmaterial, sowie Glockenhaken bleiben Werkseigentum. Eine Gutschrift erfolgt erst nach frachtfreier Rücksendung."

Vor dem Ausbruch des 1.Weltkrieges war an Festtagen und sonntags jeweils am Morgen die Glocke geläutet worden. Diese Sitte führte man erst wieder 1923 ein.




 

Schloss um 1925 von links: Verwalter Goessler, Erna Schulz, Hermann Ahrens, Minna Trost und 2 Stukateure




 

Bis 1929 hatte es in der Gemeinde das Prozesessionssingen gegeben. Bei den Begräbnissen in Kölzow hatte der Organist den feierlichen Umzug mit Gesang vom Sterbehaus zum Friedhof, um die Kirche herum und am Grabe geleitet.

Nachdem Kirche und Schule getrennt worden waren, wurde am 1. Oktober 1929 der Kirchenvorsteher Karl Kaczkowskj zum Küster der hiesigen Gemeinde bestimmt.

1930 erschienen neue Gesangsbücher.




 
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