Sie sind hier: Geschichte Die 2. Hälfte des 19. Jahrhundert's  
 GESCHICHTE
Die Frühgeschichte
Reformation & 30jähriger Krieg
Die Nachkriegszeit im 17. Jahrhundert
Das 18. Jahrhundert
Das erste halbe 19. Jahrhundert
Die 2. Hälfte des 19. Jahrhundert's
Der 1.Weltkrieg und Weltwirtschaftskrise
Der Zweite Weltkrieg
Nachkriegszeit & DDR
Umbruch und ein neues Jahrtausend

18631871 Pastor Christian Friedrich Gagelmann




 

1865 wurde laut Inschrift von P. M. Hausbrandt, Hofglockengießer in Wismar, die große Glocke umgegossen.
Im selben Jahr veranlaßte Otto von Prollilus den Bau eines zweistöckigen Herrenhauses mit Turm und schiefergedecktem Dach in Kölzow.




18721878 Pastor Fedor August Mie

1878 wurde mit dem Neubau des Pfarrhauses begonnen, da Pastor Fedor August Mie folgendes passierte:
"Als er mit mehreren Bekannten, fröhlich plaudernd und gemütlich rauchend, in seinem Studierzimmer gesessen, sei seine Hündin, die seit Jahren auf dem Dachboden ihren Platz hatte, plötzlich mit ihren Jungen durch die Zimmerdecke hindurch, zu den Füßen der überraschten Gäste gefallen. Die durch die Jungen vermehrte Last habe die Zimmerdecke nicht zu tragen vermocht. Dieser Notfall, der die Baufälligkeit des Hauses darstellte, habe das Patronat und die Gemeinde veranlaßt, ein neues Pfarrhaus zu bauen."

Der Weg zum Pfarrhaus führte durch eine Torscheune, die 1946 wegen Baufälligkeit abgerissen wurde.




18781892 Pastor Amandus Meyer




 

"Frau Melms aus Wöpkendorf schenkte der Kirche eine Orgel von »Friese III«",
so stand in einer Rostocker Zeitung geschrieben. Die Orgeiweihe fand am 4. Advent 1883 statt.

1884 wurde Dettmannsdorf an Wilhelm Krempin verkauft. Seine einzige Tochter Margarete starb mit 7 Jahren an den Verbrennungen, die sie beim Sturz in einen siedenden Kessel mit Wurst erlitten hatte. Frau Krempin blieb von diesem Zeitpunkt dem Gottesdienst fern.

1892 gehörten zur Kirchgemeinde folgende Ortschaften: Kölzow, Grünheide, Dettmannsdorf Stubbendorf, Wöpkendorf, Kanneberg, Brunsdorf mit Ausnahme eines Katens, der nach Marlow eingepfarrt ist, Dammerstorf, Neu-Dammerstorf, Wüsthof, damals durch Ankauf zu Dammerstorf gehörend, seit 1896 der Bahnhof Dammerstorf und der Bahnhof Dettmannsdorf-Kölzow, mit einer sich mehr erweiternden Ansiedlung. 1892 bestand die Gemeinde aus 351 Erwachsenen und 165 Kindern.




1892-1900 Pastor Friedrich Wilhelm Ahrens




 

1892 war die Kirche ohne Fußboden, das Gestühl baufällig und die Decke vom Regen durchweicht.
»Es bot sich ein Bild trauriger Verwahrlosung, ebenso Kirchhof und Pfarrgarten.«

Am 1. Pfingsttag 1899 erhielt die sehr reparaturbedürftige Kirche eine neue Altar- und Kanzelbekleidung
"... von der Paramentenwerkstatt Ludwigslust in bekannter künstlerisch vollendeter Ausbesserung"

Im Sommer 1900 erfolgte eine Renovierung im Innern der Kirche. Am Tag nach der Vollendung brach im Dorf ein großer Brand aus, der fast ganz Kölzow in Asche legte. 11 Gebäude fielen den Flammen zum Opfer. Das Gutshaus (im Volksmund »Schloß« genannt) wurde durch die hohen umliegenden Bäume geschützt. Die Kirche, das Schul- und Pfarrhaus, die hart bedroht waren, sind verschont geblieben. Die Hofgebäude wurden an einer anderen Stelle wieder aufgebaut.
»Durch das Feuer veränderte sich durch diesen Brand das Aussehen des Dorfes sehr.«




 
Sprung nach "Oben"   zurück:Das erste halbe 19. Jahrhundert   weiter: 1.Weltkrieg und Weltwirtschaftskrise