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 DIE GLOCKEN
Die Kirchenglocken von Kölzow
Das Geläut vor 170 Jahren
90 Jahre Eisenhartguss-Glocken
Die Glocken im Fokus der VideoCam

DIE GLOCKEN - EINE HEIMATGESCHICHTE UM KÖLZOW

Die Glocken von Kölzow - Eine Chronik

Leider liegen uns keine Informationen über die ersten Glocken in der Kölzower Kirche vor. Aus den Wirren des Dreißigjährigen Krieges ist etwas über das Vorhandensein von 3 Glocken in Kölzow zu erfahren, von den zwei ein grausames Ende fanden...

1638
Zwei von den vorhandenen drei Glocken der Kölzower Kirche sind "entzweigeschlagen, herausgeworfen, weggeraubt und in der Stadt Stralsund und anderswo verkauft".

1758 hingen im Kirchturm eine große und eine kleine Glocke.

1768 mußte Müller Jurs eine geborstene Glocke herunterwinden. Diese wurde in Rostock gewogen und neu gegossen. Sie war die größere der beiden. Auf ihr standen die Namen Ernst Karl Dietrich von der Lühe, Pastor Christian Schmidt, der Rostocker Gießer Joh. Wal. Schulz und die Jahreszahl 1768.

1770 drohte der Turm der Kirche einzustürzen. Der alleinige Patron der Kirche, der Hauptmann Ernst Karl Dietrich von der Lühe auf Dettmannsdorf und Kölzow, veranlaßte, denselben herunterzunehmen und einen neuen auf der Stelle wieder aufzubauen.
Im ganzen Land der schwerinschen und mecklenburgischen Superintendentur wurde für diesen Turm gesammelt. Eine milde Gabe reichte u. a. der Ziegler von Kannenberg.

1811 war die große Bronzeglocke nicht mehr zu gebrauchen. Die kleine Glocke hatte keinen ganz einwandfreien Klang, diente nun aber der Gemeinde für alle Zwecke.

1840
betreffend, findet man den Lebenserinnerungen von Ottilie Goeth, geb. Fuchs, eine wunderbare Passage zu ihrer frühen Kindheit in Kölzow, sie erwähnt eine neu gegossene Glocke > bitte lesen Sie hier dazu mehr!

1865 wurde laut Inschrift von P. M. Hausbrandt, Hofglockengießer in Wismar, die große Glocke umgegossen.

1917 mußten die große Glocke und Orgelprospektpfeifen zu Kriegszwecken abgeliefert werden.

1923 Nach dem die Patrone und eingepfarrten Gutsherrschaften bereit waren, das notwendige Geld für neue Glocken zu spenden, trat Schmiedemeister Ahrens mit der Firma Ullrich & Weule aus Bockenem im Harz in Verbindung. Sie nahmen die kleine Bronzeglocke in Zahlung und gossen drei neue Gussstahiglocken.

Der Glockenreichtum Europas hat mehrfach einschneidende Aderlässe erlebt, so im Dreißigjährigen Krieg, in den Revolutionen in Frankreich und Rußland, im Ersten und vor allem im Zweiten Weltkrieg, wo allein in Deutschland 42.583 Glocken, 77% des ganzen Glockenbestandes, für Kriegszwecke beschlagnahmt und zerstört wurden. Unseren Kölzower Glocken blieb der Glockenfriedhof im Zweiten Weltkrieg erspart. Seit 88 Jahren klingt das 3er Geläut zur "Ehre ist Gott in der Höhe" > bitte lesen Sie hier dazu mehr!




 

Bundesarchiv_Bild_183-H26751 Der „Glockenfriedhof“, auch Glockenlager genannt, wurde während der Zeit des Nationalsozialismus in Hamburg-Veddel eingerichtet.




 
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